Von Kohle, Kesseln und Industriehitze zu Zukunftsfragen, Transformation und Versorgungssicherheit: Die Zentralheize in Erfurt war mehr als nur Veranstaltungsort der Jahrestagung 2026 — sie war die passende Kulisse für eine Branche im Wandel.
Am 19. und 20. Mai 2026 kamen in Erfurt mehr als 170 Teilnehmende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen, um aktuelle energie- und wasserpolitische Themen zu diskutieren, Impulse aufzunehmen und sich branchenübergreifend auszutauschen. Die Jahrestagung der Landesgruppen Mitteldeutschland von BDEW und DVGW ist jedes Jahr ein zentraler Treffpunkt der Energie- und Wasserwirtschaft in Mitteldeutschland.
Eröffnet wurde die Tagung durch Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, und Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW. Beide gaben wichtige Impulse zu den aktuellen Herausforderungen der Branche.
Ein Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages war die Keynote von Tilo Kummer, Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten des Freistaates Thüringen. Im Anschluss diskutierten unter der Moderation von Uwe Weiß, Vorsitzender des Vorstandes Wasser der DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland, Tilo Kummer, Dr. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, auf dem Podium zum Thema „Elektrolyse, Chipindustrie, Trinkwasser, Flussthermie: Wasser als Lebensmittel und Energieträger“.
Den Abschluss des Plenarteils gestaltete der Journalist und Publizist Albrecht von Lucke mit seinem Vortrag „Energie, Macht, Krieg – Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“. Mit seiner pointierten Analyse der politischen Lage in Deutschland und Europa setzte er einen nachdenklichen und zugleich anregenden Schlusspunkt unter den fachpolitischen Teil des ersten Tages.
Beim Kommunikationsabend zum einen im VINARIUM auf dem Erfurter Petersberg und zum anderen in der Zentralheize stand anschließend der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Eröffnet wurde der Abend durch Stefan Reindl, Vorstandsvorsitzender der TEAG Thüringer Energie AG, sowie Mario Suckert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum.
Am zweiten Tag rückten die Fachthemen in den Mittelpunkt. In den drei Fachteilen Gas, Wasser und Energie ging es um aktuelle gesetzliche Entwicklungen, konkrete Projekte, Umsetzungserfahrungen und Forschungsthemen. Dabei wurde deutlich: Die Branche arbeitet mit hoher Fachkompetenz und großem Engagement daran, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden.
Die zentrale Botschaft der Jahrestagung: Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es so-wohl Elektronen als auch Moleküle. Die Technologien sind vorhanden, viele Weichen sind gestellt — nun kommt es darauf an, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, Investitionen zu ermöglichen und die Kosten im Blick zu behalten. Im Wasserbereich bleibt Resilienz ein Schlüsselthema.
Die nächste Jahrestagung findet am 25. und 26. Mai 2027 in Magdeburg statt. Merken Sie sich den Termin gern schon heute vor.
Impressionen der Jahrestagung: Bildrechte: BDEW-/DVGW-Landesgruppe Mitteldeutschland
